Gute Karten – Chiptechnologie für Deutschland
Initiative GeldKarte zeigt Innovationen für eine digitale Zukunft
Berlin, 23.03.2011: Chiptechnologie ist im Aufwind: Als Familienpass für soziale Subventionen, an Stromtanksäulen für Elektroautos oder zur kontaktlosen Bezahlung. Welche Innovationen zukünftig zum Alltag vieler Bürger und Bürgerinnen gehören können und welche Vorteile sie für den Standort Deutschland mit sich bringen, diskutierten Politik und Wirtschaft gestern Abend auf der sechsten Jahresveranstaltung der Initiative GeldKarte e.V. in Berlin. Fazit: Im digitalen Deutschland führt kaum ein Weg mehr vorbei am Chip. Die deutsche Kreditwirtschaft treibt mit ihrer Chipkarte Innovationen und Leuchtturmprojekte voran. „Mit den neuen Einsatzmöglichkeiten blicken wir optimistisch in eine chiptechnologische Zukunft“, erklärte Ingo Limburg, Vorstandvorsitzender der Initiative GeldKarte e.V. So bieten Chipkarten eine flexible Lösung für die Unterstützung sozial schwacher Kinder. Kommunen sind künftig für die Umsetzung der Bildungshilfen für die Kinder von Langzeitarbeitslosen zuständig und sollen Kindern dabei die Möglichkeit geben, stärker als bisher von Sport- und Musikangeboten und einem Schulmittagessen profitieren zu können. „Chiptechnologie kann mithelfen, dass nötige staatliche Hilfe zielgenau und unbürokratisch dort ankommt, wo sie tatsächlich gebraucht wird. Denn mit der GeldKarte können zum Beispiel unterschiedlichste Leistungen bezahlt und auch diskret bezuschusst werden“, so Elisabeth Winkelmeier-Becker, Mitglied der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, in ihrer Keynote.
Die kontaktlose Bezahlmöglichkeit mit der GeldKarte bedeutet für die Chiptechnologie in Deutschland einen weiteren Entwicklungssprung. Die neue Funktechnologie leistet einen Beitrag, die bargeldlose Bezahlung zu verstärken und so die Volkswirtschaft von den Kosten des Bargeldaufkommens zu entlasten. Bereits 96 Prozent der ausgegebenen girocards von Banken und Sparkassen in Deutschland besitzen den GeldKarte-Chip; nach und nach werden die girocards auch mit der Kontaktlos-Funktion ausgestattet und die elektronische Zahlung wird weiter vereinfacht. „Die kontaktlose Kartentechnik könnte in den nächsten drei bis fünf Jahren den Durchbruch im Kleinpreisbereich schaffen.“ Diese These stellte Joachim Fontaine, Bundesverband Deutscher Banken und aktueller Federführer des Zentralen Kreditausschus-ses, auf. „In zehn Jahren könnten bereits alle Karten eine kontaktlose Schnittstelle haben“, so Fontaine weiter. Welche Chancen solch eine Entwicklung dem Standort Deutschland bietet und über die Bedeutung der Chiptechnologie diskutierte abschließend Dr. Joachim Reichert, Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, mit dem Publikum.
Über die GeldKarte: Die GeldKarte ist eine "Geldbörse" in Chipform, die von der deutschen Kreditwirtschaft gemeinschaftlich getragen wird. Der Chip kann am Geldautomaten, an speziellen Ladeterminals oder bequem über das Internet mit bis zu 200 EUR aufgeladen werden. Die GeldKarte dient damit vorrangig als Kleingeldersatz. Bezahlt werden kann unter anderem beim Parken, im Öffentlichen Personennahverkehr, an Zigarettenautomaten und im Internet. Die GeldKarte-Funktion erhält der Kunde i. d. R. mit der girocard (frühere ec-Karte) oder Kundenkarte seiner Bank bzw. Sparkasse. Derzeit sind in Deutschland über 88 Millionen GeldKarten (über 96 Prozent aller girocards (frühere ec-Karten) und Bankkundenkarten) im Umlauf, die an über 600.000 Akzeptanzstellen an Automaten und im Internet zum Einsatz kommen. Mit der Möglichkeit des Online-Ladens macht GeldKarte Online-Payments noch einfacher und angenehmer. Der Karteninhaber bleibt bei sämtlichen Bezahlvorgängen anonym. Für den Akzeptanzpartner ist die Zahlung per GeldKarte garantiert und damit gleichbedeutend mit einer Barzahlung. Über die neue Kontaktlosfunktion wie auch weitere Zusatzfunktionen des Chips, z.B. den Jugendschutz am Zigarettenautomaten und im Internet, den Elektronischen Fahrschein, die Verwaltung von Bonuspunkten oder die Digitale Signatur wird die GeldKarte ihre führende Position als Bezahlsystem für Kleinbeträge in der physischen Welt sowie im Internet in den kommenden Jahren weiter ausbauen.
Über die Initiative GeldKarte e.V.: Die Initiative GeldKarte e.V. mit Sitz in Berlin versteht sich als Netzwerk für Unternehmen und Institutionen, die die GeldKarte akzeptieren oder die hierfür notwendige Infrastruktur bereitstellen. Die Initiative ist die Schaltstelle, in der Informationen und Neuigkeiten rund um die Chipkarte der deutschen Kreditwirtschaft zusammen fließen. Sie bündelt die Interessen ihrer Mitglieder und vertritt sie gegenüber Politik und Medien. Als Motor der GeldKarte treibt die Initiative einzelne Anwendungsbereiche gezielt voran. Sie recherchiert neue Einsatzmöglichkeiten, initiiert Pilotprojekte und unterstützt bestehende Aktivitäten ihrer Mitglieder, insbesondere in den Bereichen Marketing, Public Relations und Public Affairs. Weitere Informationen gibt es unter www.Initiative-GeldKarte.de Kontakt: Initiative GeldKarte e.V. Linda Tönskötter Tel.: 030 – 21 23 42 2 - 71 Fax: 030 – 21 23 42 2 - 99 linda.toenskoetter@initiative-geldkarte.de
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