Schulverpflegung à la carte – eine unterschätzte Herausforderung?
Initiative GeldKarte zeigt Notwendigkeit reibungsloser Logistik in der Schulmensa
Berlin, 20. März 2009: Gesund und lecker soll Schulessen sein, gleichzeitig preiswert und einfach bereitzustellen – wer zeitgemäße Schulverpflegung bieten will, steht vor vielfältigen Herausforderungen. Die Logistik und technische Ausstattung der Mensa spielt eine zentrale Rolle in der Mittagsverpflegung. Dies stand am Ende der vierten Jahresveranstaltung der Initiative GeldKarte e.V. in Berlin fest. Ein hochrangig besetztes Expertenpodium und zahlreiche Gäste aus Politik und Wirtschaft diskutierten gestern über die gesellschaftlichen, logistischen und finanziellen Ansprüche an Schulverpflegung und wie moderne Technologien wie die GeldKarte für reibungslose Abläufe sorgen können. Das Programm der Bundesregierung zum Ausbau der Ganztagsschulen in Deutschland hat das Thema Schulverpflegung in den Fokus gerückt. Besonders vor dem Hintergrund steigender Kinderarmut gewinnt das gemeinsame Mittagessen in der Schule an Bedeutung. "Kinder dürfen nicht aufgrund ihrer sozialen Herkunft vom Mittagessen mit ihren Schulkameraden ausgegrenzt werden", betonte der Bundestagsabgeordnete Johannes Singhammer (CSU) zum Auftakt der Veranstaltung in der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft. Die GeldKarte bietet ein logistisches System für die diskrete Abwicklung von Subventionen für sozial schwächere Schüler. "Bei der Zuteilung von Essenssubventionen wirkt die GeldKarte wie eine elektronische Uniform. Im Gegensatz zu Essenmarken wird für die Mitschüler nicht ersichtlich, wer eine ermäßigte Mahlzeit bekommt. Eine mögliche Stigmatisierung wird damit verhindert", erklärte Ingo Limburg, Vorstandsvorsitzender der Initiative GeldKarte e.V. Neben den sozialen Aspekten finden in der Schulverpflegung weitere Themen Beachtung. Dr. Dorothee Meyer-Mansour vom Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Dr. Elke Liesen von der Deutschen Gesellschaft Ernährung (DGE) und Georg Ehrmann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Kinderhilfe diskutierten mit dem Publikum über die Chancen für ein besseres Ernährungsverhalten der Kinder, die Konsequenzen der Kinderarmut, Hygiene-Fragen und die Kosten von Mittagsverpflegung. Die Rolle des Bezahlsystems in der Schulmensa stellte Benedikt Klinger von der Stadtsparkasse München dar: mit der bargeldlosen Bezahllösung GeldKarte ist die Essensausgabe schneller, hygienischer und kostengünstiger. Über die GeldKarte:
Die GeldKarte ist eine "Geldbörse" in Chipform, die von der deutschen Kreditwirtschaft gemeinschaftlich getragen wird. Der Chip kann am Geldautomaten, an speziellen Ladeterminals oder bequem über das Internet mit bis zu 200 EUR aufgeladen werden. Die GeldKarte dient damit vorrangig als Kleingeldersatz. Bezahlt werden kann unter anderem beim Parken, im Öffentlichen Personennahverkehr, an Zigarettenautomaten und im Internet. Die GeldKarte-Funktion erhält der Kunde i. d. R. mit der ec- oder Kundenkarte seiner Bank bzw. Sparkasse. Derzeit sind in Deutschland rund 74 Millionen GeldKarten (über 82 Prozent aller ec- und Bankkundenkarten) im Umlauf, die an über 600.000 Akzeptanzstellen an Automaten und im Internet zum Einsatz kommen. Mit der neuen Möglichkeit des Online-Ladens macht GeldKarte Online-Payments noch einfacher und angenehmer. Der Karteninhaber bleibt bei sämtlichen Bezahlvorgängen anonym. Für den Akzeptanzpartner ist die Zahlung per GeldKarte garantiert und damit gleichbedeutend mit einer Barzahlung. Über Zusatzfunktionen des Chips wie den Jugendschutz am Zigarettenautomaten und im Internet, den Elektronischen Fahrschein, die Verwaltung von Bonuspunkten oder die Digitale Signatur wird die GeldKarte ihre führende Position als Bezahlsystem für Kleinbeträge in der physischen Welt sowie im Internet in den kommenden Jahren weiter ausbauen. (Stand: Januar 2009)
Über die Initiative GeldKarte e.V.: Die Initiative GeldKarte e.V. mit Sitz in Berlin versteht sich als Netzwerk für Unternehmen und Institutionen, die die GeldKarte akzeptieren oder die hierfür notwendige Infrastruktur bereit stellen. Die Initiative ist die Schaltstelle, an der Informationen und Neuigkeiten rund um die Chipkarte der deutschen Kreditwirtschaft zusammen fließen. Sie bündelt die Interessen ihrer Mitglieder und vertritt sie gegenüber Politik und Medien. Als Motor der GeldKarte treibt die Initiative einzelne Anwendungsbereiche gezielt voran. Sie recherchiert neue Einsatzmöglichkeiten, initiiert Pilotprojekte und unterstützt bestehende Aktivitäten ihrer Mitglieder, insbesondere in den Bereichen Marketing, Public Relations und Public Affairs.
Kontakt: Initiative GeldKarte e.V. Linda Tönskötter Tel.: 030 – 21 23 42 2 – 71 Fax: 030 – 21 23 42 2 - 98 linda.toenskoetter@initiative-geldkarte.de
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Über die GeldKarte in der Schulverpflegung referierte Ingo Limburg, Vorstandsvorsitzender der Initiative GeldKarte e.V., zum Auftakt der Veranstaltung.
Welche Konsequenzen Kinderarmut in Deutschland hat, erläuterte MdB Johannes Singhammer in seiner Keynote.
Lebhaft diskutiert: Vier Experten über die unterschiedlichen Ansprüche, die an eine moderne Schulverpflegung gestellt werden.
Aus wirtschaftlicher Perspektive: Benedikt Klinger von der Stadtsparkasse München berichtete über die finanziellen Aspekte der GeldKarte in der Schulverpflegung.
Dr. Dorothee Meyer-Mansour vom Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz im Gespräch (links).
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