Vertrauen in die digitale Gesellschaft
Initiative GeldKarte e.V setzt auf den Chip für Sicherheit im Netz
Für mehr Sicherheit im Internet informierte der Verein auf seiner zweiten Jahresveranstaltung am 26. April 2007 in Berlin über chipbasierte, technische Lösungen. Verschiedene Vorträge der Gastredner aus Politik und Wirtschaft zeigten auf, dass der Chip nicht nur Jugendliche beim Internet-Surfen schützt, sondern auch Verbraucher bei E-Business, E-Government und E-Commerce vor Online-Kriminalität bewahrt. Die Debatte um die Gefährdung durch so genannte "Killerspiele" hat das Thema Jugendschutz im Netz erneut auf die politische Tagesordnung gesetzt. Johannes Singhammer, Sprecher für Familie, Senioren, Frauen und Jugend der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, forderte gestern verlässliche Kontroll- und Sicherheitsstandards, um Kinder und Jugendliche vor Gewaltdarstellungen und anderen Erwachseneninhalten im Internet zu schützen. Das Altersverifikationsmerkmal der GeldKarte habe sich bereits am Zigarettenautomaten bewährt. Auf die gleiche Weise eigne sich der GeldKarte-Chip, um im Internet den Zugriff Minderjähriger auf für sie nicht geeignete Webseiten zu verhindern. Zum Chip im E-Commerce sprach Antonio da Silva von der VÖB-ZVD Bank: Bei Online-Käufen mit der GeldKarte erfolge die Zahlung nicht nur anonym, sondern biete durch die kryptografische Verschlüsselung der Daten auch ein Höchstmaß an Sicherheit. Durch die neue internetbasierte Ladefunktion werde die GeldKarte sowohl bei Karteninhabern als auch bei Onlinehändlern zukünftig stark an Bedeutung gewinnen. So werde nicht nur der PC zuhause zum eigenen Geldautomaten, sondern Unternehmen könnten über dieses Verfahren dem Kunden trotz räumlicher Trennung Geld direkt und in Echtzeit auf seine Karte buchen. Basierend auf dem HBCI-Standard stellte Johannes Feulner, Geschäftsführer der fun communications GmbH, Chipkarten als sicherste Methode für das Online-Banking vor. Dieses werde jedoch derzeit nur von einem kleinen Teil der Bankkunden genutzt, die von der Vielfalt der angebotenen Sicherheitsverfahren verwirrt würden. Für die Zukunft erwartet Feulner einen verstärkten Einsatz des Chips im Internet-Banking, jedoch nicht massive Verbreitung der notwendigen Kartenlesegeräte und forderte in seinem Vortrag einheitliche Standards und eine offensive Kundenansprache. Bei der Kommunikation mit Behörden, im elektronischen Rechtsverkehr oder im Geschäftsalltag kommt die chipbasierte elektronische Signatur zum Einsatz, über die Sven Mones vom Deutschen Sparkassen- und Giroverband informierte. Diese Zusatzfunktion im Chip lässt zuverlässig auf den Urheber eines Dokuments schließen und schützt dieses vor unbefugten Veränderungen. Mittlerweile seien allein im Bereich der Sparkassen Finanzgruppe über 21 Millionen für die Signatur vorbereitete Karten im Umlauf. Die Kreditwirtschaft suche daher das Gespräch mit Anwendungsanbietern, um gemeinschaftlich die nötige Infrastruktur aufzubauen. Zum Abschluss der Veranstaltung referierte Bernd Kowalski vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik über moderne Ansätze des Staates für mehr Sicherheit in der elektronischen Kommunikation. Auch hier setzt man auf Chipkarten. Nach Angaben Kowalskis ziele die Bundesregierung mit ihren zahlreichen chipbasierten Projekten wie etwa dem ePass darauf, Standards in großen Marktbereichen zu setzen und die Infrastruktur für die Nutzung von Chipkarten generell weiterzuentwickeln. Dabei betonte er, dass GeldKarte und ePass nicht in Konkurrenz zu einander stünden. Vielmehr ergänzten sie sich gegenseitig: Der ePass käme in speziellen Bereichen zum Einsatz, wo andere Chipkarten nicht mehr weiter helfen könnten. Über die GeldKarte: Die GeldKarte ist eine "Geldbörse" in Chipform, die von der deutschen Kreditwirtschaft gemeinschaftlich getragen wird. Der Chip kann am Geldautomaten oder an speziellen Ladeterminals mit bis zu 200 EUR aufgeladen werden. Die GeldKarte dient damit vorrangig als Kleingeldersatz. Bezahlt werden kann unter anderem an Parkscheinautomaten, im Öffentlichen Personennahverkehr, an Zigarettenautomaten und im Internet. Die GeldKarte-Funktion erhält der Kunde i. d. R. mit der ec- oder Kundenkarte seiner Bank bzw. Sparkasse. Derzeit sind in Deutschland rund 68 Millionen GeldKarten (über 75 Prozent aller ec- und Kundenkarten) im Umlauf, die an über 600.000 Akzeptanzstellen an Automaten und im Internet zum Einsatz kommen. Der Karteninhaber bleibt bei sämtlichen Bezahlvorgängen anonym. Für den Akzeptanzpartner ist die Zahlung per GeldKarte garantiert und damit gleichbedeutend mit einer Barzahlung. Über Zusatzfunktionen des Chips wie den Jugendschutz am Zigarettenautomaten und im Internet, den Elektronischen Fahrschein, die Verwaltung von Bonuspunkten oder die Digitale Signatur wird die GeldKarte ihre führende Position als Bezahlsystem für Kleinbeträge in der physischen Welt sowie im Internet in den kommenden Jahren weiter ausbauen. Über die Initiative GeldKarte e.V.: Die Initiative GeldKarte e.V. mit Sitz in Berlin versteht sich als Netzwerk für Unternehmen und Institutionen, die die GeldKarte akzeptieren oder die hierfür notwendige Infrastruktur bereit stellen. Die Initiative ist die Schaltstelle, an der Informationen und Neuigkeiten rund um die Chipkarte der deutschen Kreditwirtschaft zusammen fließen. Sie bündelt die Interessen ihrer Mitglieder und vertritt sie gegenüber Politik und Medien. Als Motor der GeldKarte treibt die Initiative einzelne Anwendungsbereiche gezielt voran. Sie recherchiert neue Einsatzmöglichkeiten, initiiert Pilotprojekte und unterstützt bestehende Aktivitäten ihrer Mitglieder, insbesondere in den Bereichen Marketing, Public Relations und Public Affairs. Kontakt: Initiative GeldKarte e.V. Linda Tönskötter Tel.: 030 – 21 23 42 2 – 71 Fax: 030 – 21 23 42 2 - 99 linda.toenskoetter@initiative-geldkarte.de
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Blick in den Vortragssaal
Fachfrage aus dem Plenum
Nachgehakt bei Antonio da Silva
Zeit für Fachgespräche
Stilvoll: Kaffeepause
Volker Koppe informiert zum Chip
Brachenübergreifendes Gespräch
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