Game over ohne Karte
Initiative GeldKarte e.V bietet technische Lösung für Jugendschutz bei Computerspielen
Die Initiative GeldKarte e.V. begrüßt den Vorstoß von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen, den Jugendschutz bei Computerspielen zu verbessern, ohne dabei ein generelles Verbot von so genannten „Killerspielen“ einzuführen. Der GeldKarte-Chip bietet eine technische Lösung, um Minderjährige vor gewalthaltigen Computerspielen zu schützen. Das integrierte Altersverifikationssystem kann den Zugriff Jugendlicher auf Computerspiele sowohl im Internet als auch zu Hause und im Handel regeln. "Ein Verbot der so genannten "Killerspiele", wie von Teilen der Politik gefordert, erhöht den Reiz an diesen Spielen nur noch", findet Volker Koppe, Vorstandsvorsitzender der Initiative GeldKarte e.V. Sozialpsychologen sind zudem uneins, ob eine hohe Gewaltbereitschaft bei Jugendlichen allein auf eine dauerhafte Beschäftigung mit "Ego-Shootern" zurückzuführen ist. Darüber hinaus müssen legale Inhalte erwachsenen Spielern weiterhin uneingeschränkt zur Verfügung stehen. Das Sofortprogramm von von der Leyen sieht statt eines Verbots vor, "extrem gewalthaltige" Computerspiele nur noch in gesonderten Geschäften und an Erwachsene zu verkaufen. Bei der Alterskontrolle mit der GeldKarte prüft ein Kartenlesegerät das Jugendschutzmerkmal auf dem Chip. Bevor ein Computerspiel über die Ladentheke geht, kann der Händler so anonym und auf einfache Weise die Volljährigkeit des Käufers feststellen. Lesegeräte zur Zahlung mit ec-Karte können dabei so umgerüstet werden, dass sie auch das Jugendschutzmerkmal der GeldKarte auslesen. Dieses ist auf über 60 Prozent aller ec-Karten bereits vorhanden. Thales e-Transactions, Anbieter elektronischer Kartenzahlungssysteme und Partner der Initiative GeldKarte e.V., stattete erfolgreich in Braunschweig den ersten Selbstbedienungsgetränkemarkt mit einer solchen Lösung aus. "Das Altersverifikationssystem bietet aber auch den Herstellern von PC-Spielen eine Möglichkeit, Minderjährigen gewalthaltige Computerspiele vorzuenthalten", erklärt Koppe. Die Spieler müssten sich dann vor Spielbeginn über ein an ihren PC angeschlossenes Kartenlesegerät mit der GeldKarte legitimieren. Ebenso könnten die Betreiber von Online-Spielen ihre Internetseiten vor dem Zugriff Jugendlicher schützen. Dieses Verfahren ist bereits auf mehr als 170.000 Website mit Erwachsenen-Inhalten in Betrieb. Von der Kommission für Jugendmedienschutz wurde das datenschutzrechtlich geprüfte Jugendschutzmerkmal für den Einsatz in Onlinemedien positiv bewertet. Seit Beginn dieses Jahres unterbindet das Altersverifikationssystem zudem erfolgreich an Automaten den Verkauf von Zigaretten an Jugendliche. Über die GeldKarte: Die GeldKarte ist eine "Geldbörse" in Chipform, die von der deutschen Kreditwirtschaft gemeinschaftlich getragen wird. Der Chip kann am Geldautomaten oder an speziellen Ladeterminals mit bis zu 200 EUR aufgeladen werden. Die GeldKarte dient damit vorrangig als Kleingeldersatz. Bezahlt werden kann unter anderem an Parkscheinautomaten, im Öffentlichen Personennahverkehr, an Zigarettenautomaten und im Internet. Die GeldKarte-Funktion erhält der Kunde i. d. R. mit der ec- oder Kundenkarte seiner Bank bzw. Sparkasse. Derzeit sind in Deutschland rund 68 Millionen GeldKarten (über 75 Prozent aller ec- und Kundenkarten) im Umlauf, die an über 600.000 Akzeptanzstellen an Automaten und im Internet zum Einsatz kommen. Der Karteninhaber bleibt bei sämtlichen Bezahlvorgängen anonym. Für den Akzeptanzpartner ist die Zahlung per GeldKarte garantiert und damit gleichbedeutend mit einer Barzahlung. Über Zusatzfunktionen des Chips wie den Jugendschutz am Zigarettenautomaten und im Internet, den Elektronischen Fahrschein, die Verwaltung von Bonuspunkten oder die Digitale Signatur wird die GeldKarte ihre führende Position als Bezahlsystem für Kleinbeträge in der physischen Welt sowie im Internet in den kommenden Jahren weiter ausbauen. Über die Initiative GeldKarte e.V.: Die 2005 gegründete „Initiative GeldKarte“ mit Sitz in Berlin versteht sich als Netzwerk aller, die die GeldKarte akzeptieren oder die entsprechende Infrastruktur bereitstellen. Sie bündelt ihre Interessen und unterstützt aktiv das Eigenengagement. Die Initiative ist darüber hinaus die zentrale Schaltstelle, an der alle Informationen und Neuigkeiten rund um die Chipkarte der deutschen Kreditwirtschaft zusammenfließen. Stellvertretend für ihre Mitglieder recherchiert die Initiative nach neuen Einsatzmöglichkeiten, spricht Politik, Institutionen und neue Akzeptanzpartner an und koordiniert Pilotprojekte für neue Anwendungsgebiete (Bonusprogramme, Jugendschutz, eTickets etc.). Kontakt: Initiative GeldKarte e.V. Linda Tönskötter Tel.: 030 – 21 23 42 2 – 71 Fax: 030 – 21 23 42 2 - 99 linda.toenskoetter@initiative-geldkarte.de
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