Initiative GeldKarte - Gemeinsam für den Chip im Alltag
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10.08.2006

Allensbach-Umfrage: GeldKarte erhöht Bekanntheit – Jugendschutzfunktion einhellig begrüßt

Berlin, 10.08.2006: Gegenüber dem Vorjahr ist die Bekanntheit der GeldKarte und ihrer Funktionen weiter gestiegen, wie eine aktuelle Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach zeigt. So sind 72 Prozent der Karteninhaber mit Chip über die GeldKarte-Funktion informiert; rund 20 Prozent dieser Gruppe nutzen den Chip zum bargeldlosen Zahlen. Die neue Jugendschutzfunktion wird insbesondere von Familien mit Kindern begrüßt.

Die Bekanntheit der GeldKarte in der deutschen Bevölkerung ist seit Mai 2005 um sieben Prozentpunkte von 66 auf 73 Prozent gestiegen. In der Gruppe der 30 bis 44jährigen sind sogar fast 80 Prozent über die Funktion des goldenen Chips informiert. Die Zahl der Karteninhaber, die den Chip nutzen, stieg leicht auf 14 Prozent. Bezogen auf die Gruppe derer, die den Chip kennen, nutzt bereits jeder Fünfte die GeldKarte zum bargeldlosen Zahlen. Diese positiven Umfrageergebnisse werden durch die tatsächlichen Transaktionszahlen des Zentralen Kreditausschusses (ZKA) noch deutlich übertroffen. So stieg die Zahl der aktiven Bezahlterminals mit mindestens einer GeldKarte-Zahlung im jeweiligen Berichtsmonat seit Beginn dieses Jahres um mehr als 40 Prozent von rund 172.000 auf rund 243.000. „Diese Ergebnisse bestätigen, dass Aufklärungsarbeit rund um den GeldKarte-Chip bei Nutzern und Händlern ankommt und auch  die in Deutschland traditionelle Vorliebe zur Barzahlung langsam, aber sicher überwinden kann“, freut sich Volker Koppe, Vorstandsvorsitzender der Initiative GeldKarte e.V. in Berlin.

Nutzer wissen Vorteile zu schätzen
Wer die GeldKarte nutzt, ist mit der elektronischen Geldbörse zufrieden. Laut Umfrage sehen 56 Prozent der häufigen oder gelegentlichen Nutzer große bis sehr große Vorteile beim Einsatz des Chips. Über die Hälfte aller GeldKarte-Nutzer betont den Vorteil, nicht immer Kleingeld dabei haben zu müssen; bei den unter 30jährigen sind es sogar knapp 70 Prozent. Rund 41 Prozent schätzen den unkomplizierten Umgang beim bargeldlosen Bezahlen. Knapp jeder Vierte ist noch immer überrascht, dass sich so häufig die Gelegenheit bietet, die GeldKarte einzusetzen.

Als häufigster Grund, die GeldKarte nicht zu nutzen, wurde von 46 Prozent angegeben, nur selten etwas an Automaten zu kaufen. Über 40 Prozent der Nichtnutzer möchten sich nicht mit dem Thema beschäftigen. „Über das Thema „Bezahlen“ denkt niemand gern aktiv nach“, zeigt Volker Koppe Verständnis. „Umso wichtiger ist es für uns, die Karteninhaber an die Nutzung heran zu führen und sie zum Ausprobieren anzuregen.“

Alltagshelfer beim Parken und im Nahverkehr
Wie die Studie zeigt, liegen die Haupteinsatzgebiete der GeldKarte nach wie vor im Automatenbereich. Besonders oft wird sie eingesetzt, wenn der Nutzer mit dem Auto oder dem Öffentlichen Nahverkehr unterwegs ist: Gut jeder Dritte zahlt an Parkscheinautomaten (34 Prozent) oder im Parkhaus (35 Prozent) mit dem vorgeladenen Guthaben, und 24 Prozent nutzen den Chip am Fahrkartenautomaten. In diesen beiden Bereichen entpuppt sich der Chip als idealer Alltagshelfer, denn die Cent genaue Abbuchung verhindert beim Parkticketkauf eine Überbezahlung oder erspart die Suche nach passendem Kleingeld am Fahrkartenautomaten. Aber auch an öffentlichen Telefonzellen, Briefmarken- und Zigarettenautomaten wird zunehmend aus dem Chip gezahlt.

Daumen hoch für den Jugendschutz
Die Neuregelung des Jugendschutzgesetzes erlaubt den Kauf von Zigaretten am Automaten ab Januar 2007 nur nach einer Alterskontrolle anhand eines auf der GeldKarte gespeicherten Jugendschutzmerkmals. Diese Tatsache ist bisher nur einer Minderheit von 36 Prozent der Befragten bekannt. Unabhängig davon stößt die Regelung bei drei Vierteln der Befragten - ob Raucher oder Nichtraucher - auf breite Zustimmung. Besonders hoch ist sie mit 84 Prozent bei Personen, in deren Haushalt Kinder leben.

Fazit: Die GeldKarte etabliert sich weiter und erhöht ihren Bekanntheitsgrad. Die Nutzerzahl ist – wenn auch nur leicht – gestiegen. Die von der großen Mehrheit der Bevölkerung begrüßte Jugendschutzfunktion wird ab 2007 dazu beitragen, Karteninhaber an die Verwendung heran zu führen und sie zu ständigen Benutzern zu machen.

Über die GeldKarte:
Die GeldKarte ist eine „Geldbörse“ in Chipform, die von der deutschen Kreditwirtschaft gemeinschaftlich getragen wird. Der Chip kann am Geldautomaten oder an speziellen Ladeterminals mit bis zu 200 EUR aufgeladen werden. Die GeldKarte dient damit vorrangig als Kleingeldersatz. Bezahlt werden kann unter anderem an Parkscheinautomaten, im Öffentlichen Personennahverkehr, an Zigarettenautomaten und im ausgewählten Einzelhandel. Die GeldKarte-Funktion erhält der Kunde i. d. R. mit der ec- oder Kundenkarte seiner Bank bzw. Sparkasse. Derzeit sind in Deutschland über 64 Millionen GeldKarten (70 Prozent aller ec- und Kundenkarten) im Umlauf, die an mehr als 600.000 Akzeptanzstellen zum Einsatz kommen. Der Karteninhaber bleibt bei sämtlichen Bezahlvorgängen anonym. Für den Akzeptanzpartner ist die Zahlung per GeldKarte garantiert und damit gleichbedeutend mit einer Barzahlung. Über Zusatzfunktionen des Chips wie den Jugendschutz am Zigarettenautomaten und im Internet, den Elektronischen Fahrschein, die Verwaltung von Bonuspunkten oder die Digitale Signatur wird die GeldKarte ihre führende Position als Bezahlsystem für Kleinbeträge in der physischen Welt sowie im Internet in den kommenden Jahren weiter ausbauen.

Über die Initiative GeldKarte e.V.:
Die 2005 gegründete „Initiative GeldKarte“ mit Sitz in Berlin versteht sich als Netzwerk aller, die die GeldKarte akzeptieren oder die entsprechende Infrastruktur bereitstellen. Sie bündelt ihre Interessen und unterstützt aktiv das Eigenengagement. Die Initiative ist darüber hinaus die zentrale Schaltstelle, an der alle Informationen und Neuigkeiten rund um die Chipkarte der deutschen Kreditwirtschaft zusammenfließen. Stellvertretend für ihre Mitglieder recherchiert die Initiative nach neuen Einsatzmöglichkeiten, spricht Politik, Institutionen und neue Akzeptanzpartner an und koordiniert Pilotprojekte für neue Anwendungsgebiete (Bonusprogramme, Jugendschutz, eTickets etc.).

Kontakt
Initiative GeldKarte e.V.
Dr. Matthias Wilke
Tel.: 0 30 - 21 23 42 2-22
Fax: 0 30 - 21 23 42 2-99
eMail: matthias.wilke@initiative-geldkarte.de

Initiative GeldKarte e.V.
c/o PRGS
Nicole Beck
Tel: 0 30 - 21 23 42 2-12
Fax: 0 30 - 21 23 42 2-99
eMail: nicole.beck@initiative-geldkarte.de

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