Hungrig in den Unterricht? GeldKarte macht reibungsloses Schulessen möglich
Familienreport 2009 bestätigt Handlungsbedarf bei Kinderarmut
Das Risiko für Kinder in Deutschland, in Armut aufzuwachsen, steigt. Dies meldet der kürzlich erschienene Familienreport des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Besonders Kinder aus Migrationsfamilien und Kinder alleinerziehender Eltern laufen Gefahr, in die Armutsfalle zu geraten. Vor diesem Hintergrund fordern Sozialverbände ein warmes Schulessen für alle Kinder. Gesunde Ernährung ist dabei ein Schlüsselthema. Denn auch im Wohlstandsland Deutschland gehen Kinder schlecht ernährt und hungrig in den Unterricht. Die Initiative GeldKarte e.V. unterstützt vor diesem Hintergrund den Ausbau der Schulverpflegung in Ganztagsschulen. Die elektronische Geldbörse bietet gleichzeitig eine diskrete und einfache Bezahllösung, die auch sozial schwächeren Schülern täglich eine warme Mensamahlzeit ermöglicht. "Es kann nicht sein, dass es manchem Schüler aufgrund der Finanzsituation seiner Eltern verwehrt bleibt, zusammen mit den Klassenkameraden am Mittagstisch zu sitzen", findet Ingo Limburg, Vorstandsvorsitzender der Initiative GeldKarte e.V. Diskrete Subventionen beugen Stigmatisierung vor Auch immer mehr Schulen sind sich dieses Problems bewusst. Mit der Einführung der GeldKarte als Bezahlsystem in der Mensa haben viele Schulen eine Lösung gefunden, um die Zuteilung von Subventionen für das Essen an die Schüler zu ermöglichen. Dabei funktioniert der Chip wie eine elektronische Schuluniform: Indem alle Kinder das gleiche Bezahlmittel benutzen, wird es - im Gegensatz zum Einsatz von Essenmarken etwa - für die Mitschüler nicht sichtbar, wer ein ermäßigtes oder kostenloses Essen bekommt. Diese Information erhält das Mensapersonal diskret mit Hilfe einer auf dem Chip gespeicherten Identifikationsnummer. Auf diese Art und Weise werden sozial schwache Schüler zumindest in der Schule nicht ausgegrenzt. GeldKarte mit vielen Vorteilen Darüber hinaus hat die GeldKarte weitere Vorteile. Lange Warteschlangen an der Kasse gehören durch das unkomplizierte Bezahlsystem der Vergangenheit an. Außerdem ist die bargeldlose Zahlung hygienischer und kostengünstiger, da Transport und Zählen der Münzen und Scheine wegfallen. Einen positiven Effekt hat der kleine Chip zu guter Letzt auch für die Eltern: Diese können die Verwendung des Mittagsgeldes ihrer Kinder kontrollieren und so beispielsweise unterbinden, dass Süßigkeiten gekauft werden.
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