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FAQ rund um den Chipkartenleser

Antworten für Privatnutzer und Geschäftspartner

Fragen

  • Was genau bedeuten die Sicherheitsklassen bei Chipkartenlesern? »
  • Was ist ein Klasse-1-Leser? »
  • Was ist ein Klasse-2-Leser? »
  • Was ist ein Klasse-3-Leser? »
  • Was ist ein SECODER? »
  • Was versteht man unter eingebauten oder externen Geräten? »
  • Ich habe einen "9-in-1 Kartenleser" – kann ich damit auch die GeldKarte nutzen? »

Antworten

Was genau bedeuten die Sicherheitsklassen bei Chipkartenlesern?

Chipkartenleser können mit Hardwaremerkmalen ausgestattet werden, die Schutz beim Einsatz von Chipkarten am PC unterstützen. In diesem Zusammenhang haben sich im Markt verschiedene Sicherheitsklassen herausgebildet.

Der Einsatz von Chipkartenlesern höherer Sicherheitsklassen bringt auf jeden Fall ein Mehr an Sicherheit. Er entbindet den Anwender aber nicht davon, mit größter Sorgfalt auf die Sicherheit seines Computers zu achten. Dazu gehört neben Virenschutz, persönlicher Firewall und regelmäßigem Update von Betriebssystem und installierten Anwendungen mit sicherheitsrelevanten Patches vor allem auch der gesunde Menschenverstand.

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Was ist ein Klasse-1-Leser?

Chipkartenleser der sog. "Sicherheitsklasse 1" sind einfache Geräte, die keine besonderen Sicherheitsmerkmale aufweisen. Der Kartenleser fungiert lediglich als Kontaktiereinheit für den Chip.

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Was ist ein Klasse-2-Leser?

Chipkartenleser der sog. "Sicherheitsklasse 2" verfügen über eine sichere Tastatur, über die vertrauliche Informationen wie die persönliche Geheimzahl einer Signatur- bzw. Homebanking-Chipkarte ohne Umweg über den Computer direkt vom Chipkartenleser an die Chipkarte übertragen werden können. Ist die sichere PIN-Eingabe aktiv, wird das dem Anwender über eine Anzeige am Chipkartenleser oder akustisch signalisiert. Solche Chipkartenleser sind besonders für das Homebanking mit Chipkarte und die digitale Unterschrift geeignet, weil das Ausspähen der PIN am PC praktisch ausgeschlossen wird.

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Was ist ein Klasse-3-Leser?

Chipkartenleser der sog. "Sicherheitsklasse 3" haben neben der sicheren Tastatur der "Sicherheitsklasse 2" zusätzlich ein sicheres Display und oft ein eigenes Transaktionsprüfmodul für das Bezahlen mit der GeldKarte im Internet. Während des Bezahlvorgangs wird dann am Display der abzubuchende Betrag angezeigt. Das Transaktionsprüfmodul sorgt dafür, dass diese Angaben vom Anwender am Gerätedisplay überprüft werden können und erst nach Freigabe durch Tastendruck am Chipkartenleser die Zahlung ausgeführt wird. Ist der Anwender nicht einverstanden, kann er die Transaktion direkt am Gerät abbrechen.

Solche Chipkartenleser sind besonders für das Bezahlen mit der GeldKarte im Internet und, ebenso wie Chipkartenleser der "Sicherheitsklasse 2", auch besonders für Homebanking mit Chipkarte und die digitale Unterschrift geeignet. Durch das integrierte Transaktionsprüfmodul wird eine Manipulation des Zahlbetrages oder des Zahlungsempfängers praktisch ausgeschlossen.

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Was ist ein SECODER?

Bisher durften sich von der Deutschen Kreditwirtschaft (DK, bis August 2011: ZKA) zertifizierte Kartenleser als "Internet-Kundenterminal" bezeichnen. Zumeist erhielten Geräte der "Sicherheitsklasse 3" dieses Gütesiegel.

Mit der Einführung des SECODER-Standards hat die Deutsche Kreditwirtschaft eine neue Generation von Chipkartenlesern der "Sicherheitsklasse 3" begründet. Für die SECODER-Zertifizierung müssen die Geräte strengen Sicherheitskriterien entsprechen.

Zusätzlich zu den nicht-zertifizierten Kartenlesern der "Sicherheitsklasse 3" besitzt ein SECODER eine eigene Intelligenz: Eine Firewall prüft z.B. die Kommandos, die der Computer an das Lesegerät sendet. Bei Verdacht auf Phishing oder Datenmissbrauch blockt der SECODER den Zugriff auf die Chipkarte. Darüber hinaus sichert der SECODER weitere Transaktionsdetails bei Online-Überweisungen ab. Das Display sorgt für den größtmöglichen Schutz beim Online-Banking, indem es beispielsweise auch die Kontonummer des Empfängers zusätzlich zu Zahlbetrag und Namen des Empfängers anzeigen kann.

Der SECODER ist mit allen bisherigen Kartenanwendungen kompatibel auch mit solchen, die nicht von der Kreditwirtschaft bereit gestellt werden – und kann z.B. den USB-Standardanschluss nutzen. Die bisherigen Chipkartenleser der "Sicherheitsklasse 3" können meist durch Software-Updates auf den SECODER-Standard aktualisiert werden.

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Was versteht man unter eingebauten oder externen Geräten?

Chipkartenleser gibt es als externe Geräte (Anschluss über ein Steckerkabel) und als Einbaugeräte. Obwohl zunehmend Computer auch schon ab Werk mit eingebautem Chipkartenleser bestellt und geliefert werden können, dominieren externe Geräte, die über ein Steckerkabel angeschlossen werden. Hierbei hat sich USB als zuverlässiger und unkomplizierter Standard etabliert. Je nach freien Anschlüssen des Computers kommen jedoch genauso gut andere Anschlussarten wie z.B. die serielle Schnittstelle (RS232) oder der Drucker-Anschluss (parallele Schnittstelle) in Frage. Speziell für den mobilen Einsatz in Notebooks gibt es Chipkartenleser, die einfach in den PCMCIA-Schacht des Notebooks gesteckt werden können. Eine weitere Variante sind Chipkartenleser, die fest in die Computertastatur integriert sind.

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Ich habe einen "9-in-1 Kartenleser" – kann ich damit auch die GeldKarte nutzen?

Kartenleser mit Bezeichnungen wie "8-in-1", "9-in-1" usw. sind häufig gar nicht für Chipkarten geeignet, sondern ausschließlich für Speicherkarten von digitalen Fotoapparaten und anderen mobilen Geräten. Es gibt allerdings Kartenleser am Markt, die sowohl Chipkarten als auch diese Speicherkarten verarbeiten können. Solche Kartenleser sind aber nur dann geeignet, wenn sie explizit auch einen "Smartcard"- oder "Smart Card"-Einschub haben (Achtung: Nicht mit der weit verbreiteten Speicherkarte "Smart-Media-Card" verwechseln!).

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